One day in Naples – Florida

Rundreise Tag 5

Am Morgen des 5. Tages unserer Rundreise genossen wir noch das kleine aber feine Frühstück im Kona Kai Resort. In der privaten Küche waren ein paar Kleinigkeiten bereitgestellt und so schnabulierten wir in aller Ruhe am Pool noch ein Croissant und verabschiedeten uns von dem kleinen Paradies.

Unsere Route nach Naples führte uns durch die Everglades – über die sogenannte „Tamiami Road“. Wer bereits die Vorberichte auf meinem Blog gelesen hat weiß, dass es bis zu diesem Zeitpunkt noch offen stand, ob wir eine Tour in den Everglades machen. So beschlossen wir vorab bei der knapp dreistündigen Fahrt spontan zu entscheiden, ob wir irgendwo anhalten. Als wir unterwegs so langsam die ersten „Crocodile-Camps/Farms/Boattours“ passierten, waren wir uns eigentlich recht schnell einig, keinen Trip mitzumachen. Bereits am Vormittag waren die meisten dieser Stellen schon mit etlichen Touri-Bussen belagert. Uns reizte es einfach nicht – so spaßig es vielleicht auch wäre – auf einem überfüllten Airboat durch die Everglades zu heizen. Entschädigt für diese Entscheidung wurden wir nach knapp der Hälfte der Fahrt, als wir direkt aus unserem Mietwagen im paralell zur Straße verlaufenden River die ersten Krokodile schwimmen sahen. So konnte auch von uns das Thema „Krokodile in den Everglades beobachten“ abghakt werden.

Was ich trotz allem noch mal als Empfehlung für eine Everglades-Tour mitgeben kann: Mosquito-Schutz! Nach etwa 2h Fahrt hatte der Kaffee dann noch seinen natürlichen Trieb richtung Blase eingenommen und wir mussten an einem der ausgeschilderten Rastplätze kurz Halt machen. Ich habe wirklich nur für !2 Minuten! das Auto verlassen und bin mit rund 7 Stichen an meinem Körper – inklusive Stirn #najawassollseinhörnersindjaimtrend – zurückgekehrt. Glücklicher Weise haben wir immer unseren treusten Begleiter „Bite Away“ parat, so dass ich immerhin schnell Abhilfe schaffen konnte. Dieses Wundergerät kann ich euch übrigens nur wärmstens empfehlen.

Gegen Mittag erreichten wir schließlich die Stadt Naples und – oh wunder! – fanden doch tatsächlich auf Anhieb ein kosenfreies Parkhaus direkt parallel zur dort wohl bekannten 5th Avenue. (Kostenfreie Parkplätze oder -häuser sind gewiss nicht selbstverständlich in Amerika!) So schlenderten wir die Straße (typisch 5th mit etlichen Boutiquen und Restaurants ausgestattet) bis zum Ende hinunter, wo wir schließlich an einen Holzsteg richtung Meer gelangten. Da wir an diesem Tag super Glück mit dem Wetter hatten, lag das Meer hier wirklich wie gemalt vor uns:

By the Way: dies auch wieder ein Strand ohne jeglichen Schattenplatz – daher ein kleiner Reminder an meine Empfehlung aus dem Blogbeitrag von Miami: unbedingt am Anfang der Reise einen Sonnenschirm zulegen und im Auto parat haben.

Nachdem wir den Ausblick eine Weile genossen hatten, überkam uns alsbald der Hunger und wir liefen die Straße zurück zu einem Italiener, der uns auf dem Hinweg schon ins Auge gestochen war. Leider ist mir der Name des Restaurants flöten gegangen und vor lauter Hunger habe ich das Fotografieren ganz vergessen – soll auch mal vorkommen. Ursprünglich hatten wir geplant, nach dem Essen noch zum „Naples Pier“ zu schlendern, aber ganz ehrlich: an diesem Tag war es uns einfach zu heiss für weitere Spaziergänge. Auch wenn jeder Pier mit Sicherheit irgendwie sehenswert ist, wir haben in den darauffolgenden Tagen noch einige Weitere gesehen (Sanibel, Fort Myers, Clearwater…) und ich denke nicht, dass sich die Holzstege so unfassbar unterscheiden. Aber dass muss natürlich jeder selbst entscheiden.

So machten wir uns zeitnah los zu unserem nächsten Hotel, dass „Inn at Pelican Bay“. Das Hotel war – an diesem heißen Tag zu unserem Glück – mit einer kleinen Poolanlage ausgestattet, so beschlossen wir den Nachmittag mit einer Erfrischung im Pool und ein wenig Sonnenbaden ausklingen zu lassen.

IMG_6122

Erholt vom Nachmittag machten wir uns zum Abendessen auf den Weg ins Seasons 52. Scheint auch eine Art Kette in Amerika zu sein, denn wir haben das Restaurant im Reiseverlauf noch ein paar mal entdeckt. Wer deutschen oder „elsässischen“ Flammkuchen mag, wird amerikanisches „Flatbread“ lieben. Die vorherigen Berichte und Bilder auf Tripadvisor sahen so lecker aus, dass wir es einfach probieren mussten. Hier wirklich eine Restaurantempfehlung von uns. Die „Flatbreads“ gibt es mit allem möglichen belegt, in der folgenden Variante mit grünem Spargel, Parmaschinken und Parmesan. Ein Traum! Anschließend gab es für uns noch einen Salat, auch der super lecker und er wurde direkt am Tisch von dem Kellner vermengt und drapiert. Zum Dessert wurden uns 8 kleine „Dessertgläschen“ zu Auswahl am Tisch erklärt, wo wir uns natürlich bereitwillig jeder für eines entschieden. Unfassbar lecker – daher hier mal wieder nicht an ein Foto gedacht. 🙂

Den Abend ließen wir anschließend gemütlich auf unserem Balkon ausklingen und schmiedeten Pläne für den nächsten Tag. Überraschender Weise hatten wir von hier aus einen wundervollen Blick auf den Sonnenuntergang. (Bilder hierzu am Ende des Beitrags)

Wenn mich nun jemand fragt, ob ich Naples für einen Stopp auf der Rundreise empfehlen kann – das stellt sich wirklich als schwierige Frage heraus. Es ist glaube ich für uns einer der Orte auf der Rundreise, den wir nicht unbedingt wieder besuchen würden. Hier gab es einfach für uns nichts unfassbar besonderes – wie zum Vergleich: der Trubel und die vielen – teilweise sehr verrückten – Menschen in Miami, die wunderschönen Südstaatenhäusschen und der dazugehörige Charme in Key West… Letzendlich ist es vielleicht auch eine Geschmacksfrage, aber für uns ist Naples nicht unbedingt einen Besuch wert. Im Nachhinein hätten wir glaube ich lieber noch einen Tag mehr in Fort Myers – der Stopp im nächsten Blogbeitrag – verbracht, da es hier durch die angeketteten Inseln wie Sanibel und Captiva einfach noch mehr zu sehen gibt.

Wenn ich euch trotzdem noch Fragen zu Naples oder auch anderen Dingen, die euch bezüglich Florida beschäftigen, weiterhelfen kann – lasst es mich gerne hier in den Kommentaren oder per Mail an: anni.wanderlust@mail.de wissen. Freue mich natürlich wie immer auch gerne über Nachrichten von Euch – wart Ihr vielleicht selbst schon in Naples & konntet einen anderen Eindruck gewinnen als wir? Dann schreibt es doch gerne hier in die Kommentare.

Bis ganz bald und wunderbare Grüße

Eure Anni

 

5 Antworten auf “One day in Naples – Florida”

  1. Kann dich total verstehen. Naples hat wirklich nicht viel spannendes. Ist halt eher so der Rentner-Ort. Deine Bilder sind allerdings trotzdem sehr schön 🙂 Ich habe das Glück, dass mein Freund in Fort Myers wohnt. Bin schon gespannt was du darüber berichtest.

    Liebe Grüße

    Chiara

    (www.ChiarasCompass.com)

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  2. Da sagst du was mit den Mosquitos … da habe ich in den Everglades so meine Erfahrungen gemacht, die morgen verbloggt werden. In Naples habe ich nur unser Motel gesehen und sonst nichts (war nur Zwischenstopp für die Nacht). Darüber war ich echt enttäuscht, da Naples so einen tollen Strand usw. haben sollte. Nachdem ich deinen Bericht gelesen habe, bin ich nicht mehr so enttäuscht darüber, dass es nur ein Nachtstopp war. ;o)
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

      1. Du weißt ja, „nur die Harten kommen in den Garten“. ;o) Für den nächsten Urlaub weiß ich, was ich bei einer allergischen Reaktion auf Mosquitos brauche. Wenigstens etwas. :o)
        Liebe Grüße und noch eine schöne Woche.

        Gefällt 1 Person

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